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Berliner Film- und Fernsehverband |
Angesichts der Situation, dass der Film zu einer schnell vergesslichen Massenware im Kino geworden ist, soll die Reihe KONTAKTE Filme zur Aufführung bringen, denen der Weg auf die Kinoleinwand verweigert oder zumindest schwer gemacht wird oder die allzu schnell wieder in Vergessenheit geraten sind.
Das sind
Die Filme werden jeweils am letzten Montag jedes Monats (mit Ausnahme der Sommerpause)
um 20°° im
gezeigt, möglichst mit anschließender Diskussion mit den Filmemachern.
Wir bitten deswegen die Filmemacher und Filminteressierten der Region, uns dabei zu unterstützen, interessante Filme aufzustöbern. Schickt uns emails mit Filmvorschlägen an:
Antonplatz / Max–Steinke-Str. 43
Montag, den 31.05.2010
um 20.00 Uhr
30 min.
Buch und Regie Katrin Eissing
Kamera: Anne Misselwitz
Schnitt : Ingeborg Marszalek, Katrin Eissing
Giang hat sensible, genau blickende, dunkle Augen und einen vietnamesischen Pass. Sie geht in die elfte Klasse eines Gymnasiums in Berlin-Pankow.
„Wir haben für euch Kinder gekämpft... „
Als ihre Mutter 17 war, so alt wie Giang jetzt, wurde sie von ihren Eltern aus Vietnam in die DDR geschickt, um die Familie zu unterstützen. Thu wollte so schnell wie möglich zurückkehren um Sängerin und Dichterin zu werden. Es kam nie dazu. Sie hat jetzt einen Blumenladen in Berlin.
Zum ersten Mal nach Acht Jahren fährt Giang zu ihrer Großmutter nach Vietnam. Ihre beiden besten, deutschen Freunde Anne und Carl nimmt sie mit.
„Heimat ist die kleine Bambusbrücke an der ich auf meine Mutter warte...“
singt die Oma in Hanoi. Auch sie konnte ihren Traum eine Sängerin zu werden nicht verwirklichen. Es war Krieg und ihr Vater verbot es.
Die Oma setzt große Hoffnungen in ihre älteste Enkelin „ Deine Träume sollen weit fliegen! Du kannst Sängerin werden!“
Giang hat andere Pläne.
"Orchideen in Pankow" porträtiert ein Mädchen, das von der Migrationsgeschichte der zweiten Generation deutscher Vietnamesen geprägt ist.
45 min.
Buch: Lutz Rentner
Kamera und Regie: Frank Otto Sperlich
Schnitt: Stefan Marche
Die Reportage begibt sich fast zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall auf Spurensuche nach dem Lebensgefühl entlang der Brunnenstraße zwischen Rosenthaler Platz, Gesundbrunnen und Humboldthain.
Wie kaum eine andere Berliner Straße versinnbildlicht sie die Teilung der Stadt. An der Bernauer Straße ist der einstige Grenzstreifen nach fast zwei Jahrzehnten immer noch erkennbar: von Gras, Wildblumen und Mauerresten überwuchert, zeigen sich die Narben im Stadtbild.
Die Straße selbst wechselt ständig ihr Gesicht, an einer Ecke hipp, anderswo ein Hauch Provinz, schrill und idyllisch zugleich. Eine Allerweltsgegend ist die Brunnenstraße jedenfalls nicht.
Und die Bewohner? Wechselten sie nach dem Fall der Mauer die Seiten oder blieb jeder in seinem Kiez? Gingen sie wie die Wirtin des "Wonneproppen" von West nach Ost oder wie der alte Herr Richter, Sohn des stadtbekannten Kohlehändlers, von Ost nach West?
Wo trifft sich die Welt auf diesen paar Quadratmetern Deutschland? Wie lebt sich’s in der Gegend? Wo bekommt man echte Schrippen, den leckersten Döner, das beste Eis? Wo ist es am lautesten, wo kann man die Seele baumeln lassen?
Anschließend Gespräch mit den Filmemachern
Gesprächsleitung: F. B. Habel
Berliner Film- und Fernsehverband e.V.
eingetragen ins Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer 11899NZ
Weydinger Str. 14 - 16
10178 Berlin
Telefon: 24 00 92 05
Fax: 24 00 92 06
email: kontakt@berliner-ffv.de
Vorstandsvorsitzender: Norbert Kerkhey
Geschäftsführer: Klaus Schmutzer